Mehr als 57 Millionen verkaufte Corolla-Modelle weltweit in 60 Jahren
Corolla-Modelle, die heute in 14 Produktionsstätten in elf Ländern hergestellt werden
Der Corolla, der auf Qualität, Vielseitigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis setzt, ist seiner ursprünglichen Vision treu geblieben
Im Laufe von zwölf Generationen hat sich der Corolla weiterentwickelt, um den sich weltweit wandelnden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden
Die aktuelle Corolla-Hybridreihe vereint Effizienz, Sicherheit und digitale Vernetzung – was durch exklusive Sondereditionen zum 60-jährigen Jubiläum gewürdigt wird
Kein Auto in der Geschichte hat die Erfolgsbilanz des Toyota Corolla erreicht, der in 60 Jahren mehr als 57 Millionen Mal verkauft wurde – und dessen Verkaufszahlen voraussichtlich noch weiter steigen werden.
Seit das ursprüngliche Modell 1966 auf den Markt kam, haben mehr Fahrzeuge den Namen «Corolla» getragen als jedes andere Modell, was ihm den Titel «das meistverkaufte Auto der Welt» eingebracht hat.
Zu dieser bemerkenswerten Leistung, die sich über Generationen hinweg entwickelt hat, gehört eine grosse Vielfalt an Fahrzeugtypen, die den unterschiedlichen Geschmäckern und Vorlieben der Kunden weltweit gerecht werden – von Familienlimousinen und Schrägheckmodellen bis hin zu Sportcoupés und Kombis.
Der anhaltende Erfolg des Corolla beruht auf den Grundsätzen, die Toyota bereits 1966 bei der Entwicklung des ersten Modells zugrunde gelegt hat. Die Vision war damals ein hochwertiges, vielseitiges Auto zu einem erschwinglichen Preis. Auch heute, zwölf Generationen später, bleibt Toyota diesen Werten treu und hat sich im Laufe der Jahre stets weiterentwickelt, um seinen Platz im Zentrum des Marktes zu behaupten.
DIE GESCHICHTE DES COROLLA – GENERATION FÜR GENERATION
Die Geschichte des Corolla beginnt
Anfang der 1960er-Jahre erlebte Japan einen Aufschwung. Es war eine Zeit des Wiederaufbaus, der Innovation und des neuen Wohlstands. Als die Bevölkerung auf über 100 Millionen anwuchs, wurde die Gesellschaft immer ehrgeiziger und aufgeschlossener gegenüber neuen Ideen und Produkten.
Die Städte wuchsen und es gab neue Vororte, wodurch der Besitz eines eigenen Autos für viele sowohl erstrebenswert als auch notwendig wurde. Toyota erkannte die Chance, eine neue Art von Auto zu entwickeln – eines, das nicht nur als zuverlässiges, zweckmässiges Fortbewegungsmittel diente, sondern auch komfortabel war sowie Fahrspass bot und technologisch fortschrittlich, gut ausgestattet und modern war.
Dieses bahnbrechende Modell war der Corolla – ein perfektes Beispiel für das seit jeher geltende Toyota-Prinzip, das richtige Auto zur richtigen Zeit am richtigen Ort anzubieten.
Toyota unterstrich sein Engagement für das neue Modell durch den Bau eines eigens dafür bestimmten Werks, die Fabrik Takaoka in Toyota City. Die Qualitätsverfahren waren streng: Jedes Fahrzeug musste in jeder Phase des Montageprozesses eine Punktzahl erreichen, die über dem Referenzdurchschnitt lag.
Die Leitung des Projekts lag bei Chefingenieur Tatsuo Hasegawa, der dafür sorgte, dass Toyotas Vision verwirklicht wurde. Die Weichen waren gestellt für die Geburt des Corolla und den Beginn einer Automobillegende.
Erste Generation: 1966–1970
Der ursprüngliche Corolla war als «Volksauto» konzipiert, bot aber tatsächlich weit mehr, als die Kunden des Massenmarkts gewohnt waren. Ausgehend von einem ursprünglichen Konzept aus dem Jahr 1962 wurde das Modell auf der Tokyo Motor Show 1966 vorgestellt und im November desselben Jahres in Japan auf den Markt gebracht, woraufhin die Produktion im neuen Werk anlief.
Sein Name wurde von dem Wort inspiriert, das die Blütenkrone einer Blume beschreibt, die allgemein als der schönste Teil der Blume gilt.
Die ursprüngliche Corolla-Baureihe umfasste bei der Markteinführung im Jahr 1966 eine zweitürige Limousine, die von einem 1,1-Liter-Motor mit einer Leistung von 60 DIN-PS angetrieben wurde. Im Jahr 1967 erweiterte Toyota die Modellpalette um eine viertürige Limousine und einen Kombi. Im Jahr 1968 wurde die Modellreihe mit dem sportlicheren Fastback-Coupé Corolla Sprinter ergänzt. Zu den innovativen Ausstattungsmerkmalen gehörten ein am Boden montiertes Viergang-Schaltgetriebe – eine Premiere für ein japanisches Auto –, Scheibenbremsen, Schalensitze, Mehrpunkt-Sicherheitsgurte und Scheibenwischer mit zwei Geschwindigkeitsstufen. Toyota hatte bereits Exportpläne für den Corolla, was sich in dem modernen Design mit einer Semi-Fastback-Dachlinie und geschwungenen Oberflächen widerspiegelte.
In nur drei Jahren wurde der Corolla zum meistverkauften Auto Japans.
Zweite Generation: 1970–1974
Der japanische Automobilmarkt boomte, als Toyota 1970 die zweite Generation des Corolla vorstellte. Dies fiel mit dem Meilenstein zusammen, dass das Modell seit seiner Markteinführung eine Million Mal verkauft wurde. Das neue Modell verkörperte Toyotas Kaizen-Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung, wobei der Schwerpunkt auf der Steigerung von Sicherheit, Komfort und Praktikabilität lag.
In dieser Generation kam ein zweitüriges Coupé sowie das erste Sportmodell hinzu: der Levin (ein Begriff für einen Blitzschlag) mit Fastback-Karosserie, der von einem 1,6-Liter-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und einer Leistung von 115 DIN-PS angetrieben wurde.
Zu den herausragenden Merkmalen zählten ein überarbeitetes Federungssystem, neue Antriebsstränge und Vordersitze mit hoher Rückenlehne und integrierten Kopfstützen. Dies war der erste Corolla, der mit einem AM/FM-Stereoradio, einer Klimaanlage, Scheibenwaschanlage und Kindersicherungen an den hinteren Türen angeboten wurde. Ausserdem war es mit einem grösseren 45-Liter-Kraftstofftank ausgestattet, um längere Fahrten komfortabler zu gestalten.
Mit 2,4 Millionen produzierten Einheiten war es ein riesiger Erfolg. Ab 1971 montierte Toyotas Produktionspartner Caetano in Portugal Fahrzeuge aus CKD-Bausätzen.
Dritte Generation: 1974–1979
Da sich der Corolla mittlerweile fest im Kernsegment des Marktes etabliert hat und jährliche Exportzahlen von mehr als 300’000 Einheiten erreicht, war es Toyotas Ziel, mit der dritten Generation «das ultimative Familienauto» auf den Markt zu bringen. Im Vordergrund stande ein höheres Mass an Sicherheit und Komfort. Neue Abgasvorschriften machten die Entwicklung neuer Motoren erforderlich, woraufhin Toyota einen Abgaskatalysator für das «Toyota Total Clean System» entwickelte.
Dies war der erste Corolla, dessen Design auf der Grundlage von Windkanaltests entwickelt wurde, was zu einer aerodynamischeren, kantigeren Karosserie führte.
Die Auswahl für die Kunden war grösser denn je, da nun ein Coupé ohne B-Säule hinzukam und Hardtops sowie Semi-Fastbacks auch in der Mittelklasse erhältlich waren, anstatt nur den Modellen der Spitzenklasse vorbehalten zu sein. Ein neues Liftback-Modell verband Vielseitigkeit und Funktionalität mit Sportlichkeit.
Die Fahrgasträume waren leiser, da Lärm und Vibrationen reduziert wurden, und verfügten über zentral angeordnete Bedienelemente sowie gepolsterte Armaturenbretter. Dies war zudem der erste Corolla, der mit passiven Sicherheitsmerkmalen ausgestattet war, darunter eine stossabsorbierende Karosserie, Knautschzonen und Sicherheitsgurte mit automatischer Verriegelung.
Die Produktionszahl der dritten Generation lag bei über 3,75 Millionen Einheiten.
Vierte Generation: 1979–1983
Zur Jahrzehntwende bestand auf dem Markt eine Nachfrage nach Modellen der gehobenen Klasse, wobei jedoch angesichts der internationalen Ölkrise ein geringerer Kraftstoffverbrauch oberste Priorität hatte. Toyota reagierte darauf mit einem Corolla der vierten Generation, der in allen Bereichen Fortschritte erzielte, insbesondere beim Fahrverhalten und bei den Antriebssträngen.
Dies war der erste Corolla, der mit einer Zahnstangenlenkung ausgestattet war und bei dem die hinteren Blattfedern durch eine neue Mehrlenkerachse mit Schraubenfedern ersetzt wurden. Es war zudem das erste Modell, bei dem ein Dieselmotor zum Einsatz kam – ein 1,8-Liter-Aggregat mit hohem thermischem Wirkungsgrad und geringem Kraftstoffverbrauch, das 1982 in die Modellpalette aufgenommen wurde. Was das Design angeht, zeichnete sich das neue Modell durch seine schlanken Linien, die schräg zulaufende Front und das hohe Heck aus. Im Innenraum kamen hochwertigere Materialien zum Einsatz, und der Komfort wurde durch die Einführung von geteilt umklappbaren Rücksitzen im Coupé und im Liftback verbessert.
Fünfte Generation: 1983–1987
Die im Mai 1983 vorgestellte, fünfte Generation richtete sich an eine jüngere Fahrergeneration und stellte die umfassendste Modellüberarbeitung in der Geschichte des Corolla dar. Zum ersten Mal setzte Toyota Computertechnologie ein, um das Aussendesign zu entwerfen und Antriebsstränge sowie Steuerungssysteme zu entwickeln.
Der Corolla war fortan mit Frontantrieb erhältlich, wodurch der Platz im Innenraum und der Komfort optimiert werden konnten. Für diejenigen, die ein sportlicheres Fahrgefühl bevorzugten, blieben die Modelle mit Hinterradantrieb im Programm. Der Innenraum wurde so konzipiert, dass fünf Erwachsene bequem Platz finden. Der gewonnene Platz wurde durch eine Absenkung des Bodens, die Vorverlegung des Lenkrads und den Einbau einer aufrechter stehenden Heckscheibe geschaffen. Eine Servolenkung war ebenso erhältlich wie eine Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und ein Schiebedach.
Zur fünften Generation gehörte das legendäre AE86-Coupé, der letzte Corolla mit Frontmotor und Hinterradantrieb – Einzelheiten dazu finden Sie in einem eigenen Kapitel weiter unten.
Sechste Generation: 1987–1991
Da die Kunden immer höhere Qualitätsansprüche stellten, machte sich die sechste Corolla-Generation daran, die Erwartungen stärker zu übertreffen als jede Generation zuvor. Jeder Aspekt des Fahrzeugs wurde neu gestaltet, um die Massstäbe in Sachen Luxus, Komfort und Qualität anzuheben. Zu den wichtigsten Elementen zählten eine Auswahl an charakteristischen Karosserievarianten, die auf unterschiedliche Kundenprofile zugeschnitten waren, Fahrspass sowie eine Qualität, die alle Sinne ansprach.
Äusserlich lautete das Designmotto «breit und niedrig», wobei die geraden Linien früherer Generationen durch eine rundlichere Formensprache ersetzt wurden. Im Innenraum sorgten angenehm anzufassendes Velours und dicke Polsterstoffe für mehr Komfort, während bei der Gestaltung von Form, Anordnung und Bediengefühl der Bedienelemente ergonomische Aspekte berücksichtigt wurden.
Durch die digitale Optimierung der Karosserie wurden Geräusche und Vibrationen reduziert, während das Belüftungssystem sowohl die Luftqualität als auch die Temperatur im Innenraum regulierte. Zu den neuen Ausstattungsmerkmalen gehörten ein in der Neigung verstellbares Lenkrad, höhenverstellbare Sicherheitsgurte und eine Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz. Eine umfangreiche Modellpalette reichte von Limousinen über ein Coupé und Schrägheckmodelle bis hin zu einem Kombi und einem Transporter. Alle verfügten über Frontantrieb sowie über die ersten Allradantriebsoptionen. Die Auswahl an Motoren war unübertroffen – sechs Benziner und ein Diesel mit einer Leistung von 64 bis 145 DIN-PS.
Siebte Generation: 1992–1995
Toyota wollte die Stärken des Corolla mit einem Modell der siebten Generation untermauern, das von umfassenden Verbesserungen profitierte. Es war grösser, schneller, sicherer und leiser als seine Vorgängermodelle und war das erste Modell, das von den Prestige-Eigenschaften von Lexus geprägt war, Toyotas Luxusmarke, die 1989 eingeführt worden war.
Zum ersten Mal wurden die Entwicklungsteams für Fahrwerk und Antriebsstrang zusammengeführt, und es fanden spezielle Testfahrten auf der Rennstrecke statt, um ein Fahrverhalten im europäischen Stil zu erreichen. Die Karosserie war kurvenreicher denn je, wobei das Design der Limousine von der Lexus-Limousine LS 400 inspiriert war. Die Karosserie kam mit weniger Karosserieteilen und engeren Spaltmassen aus, während der Innenraum rundum mehr Platz und ein einheitliches Erscheinungsbild bot. Das Fahrwerk wurde überarbeitet, um den grösseren Abmessungen des Fahrzeugs Rechnung zu tragen, und die Radgrösse wurde auf 14 Zoll erhöht. Ab September 1994 gehörte der Fahrerairbag zur Serienausstattung, da Toyota höhere Sicherheitsstandards anstrebte.
Achte Generation: 1995–2000
Mit der achten Modellgeneration vollzog Toyota einen strategischen Wandel: Anstatt das Fahrzeug als globales Modell zu entwickeln, wurden nun speziell für den europäischen Markt konzipierte Varianten produziert, an deren Gestaltung europäische Designteams direkt mitwirkten. Damit begann auch die Serienproduktion des Corolla vor Ort in Europa (weitere Einzelheiten im folgenden Kapitel).
Die Entwicklung des Modells wurde durch zunehmende Umweltbelange sowie die Notwendigkeit beeinflusst, das Gewicht zu reduzieren und eine höhere Kraftstoffeffizienz sowie geringere Emissionen zu erzielen. Zur Gewichtsreduzierung trug die Verwendung von hochfestem, aber leichtem Stahl in der Karosseriestruktur bei. Die Betriebskosten waren ein weiterer entscheidender Faktor, weshalb Toyota das Fahrzeug wartungs- und reparaturfreundlicher gestaltete. Dies war der erste Corolla, bei dem Satellitennavigation als Option angeboten wurde.
Neunte Generation: 2000 – 2006
Mit der neunten Corolla-Generation signalisierte Toyota einen Bruch mit der Vergangenheit und schuf ein Auto, das neue Massstäbe für das neue Jahrtausend setzte. Europa war ein wichtiger Zielmarkt, und das Aussendesign des Fahrzeugs wurde dort unter dem Motto «jugendlich und raffiniert» entwickelt. Zu den wichtigsten Elementen gehörten eine neue Plattform sowie die nahtlose Verbindung von Glas, Säulen und Dach, um ein hochwertiges Erscheinungsbild zu schaffen, das zugleich aerodynamisch effizient ist. Zu den hochwertigen Ausstattungsmerkmalen gehörten das Optitron-Kombiinstrument, wie es auch in Lexus-Modellen zum Einsatz kommt.
Die europäische Modellpalette umfasste drei- und fünftürige Schrägheckmodelle, die in Grossbritannien hergestellt wurden, sowie eine Limousine und einen Minivan – den Corolla Verso –, die in der Türkei produziert wurden. Es wurden neun Antriebsvarianten produziert, darunter ein D-4D-Common-Rail-Dieselmotor und ein 1,8-Liter-VVT-i-Benziner im Sport-Fliessheckmodell «T Sport».
Zehnte Generation: 2007 – 2012
Das Modell der 10. Generation trug in verschiedenen Märkten unterschiedliche Namen: Während es in einigen Teilen der Welt als Corolla bekannt war, wurde es in Japan und Europa als dreitüriger und fünftüriger Auris-Hecktürer auf den Markt gebracht (die Limousine blieb ein Corolla).
Toyota entwickelte ein sogenanntes «Inside-Out»-Design, bei dem der Innenraum im Vordergrund stand. Die anfängliche Motorenauswahl umfasste 1,4-Liter- und neue 1,6-Liter-VVT-i-Motoren, während das Spitzenmodell von einem 2,2-Liter-D-4D-Dieselmotor angetrieben wurde und über eine speziell entwickelte Mehrlenker-Hinterachse verfügte. Die Sicherheitsstandards waren so hoch wie nie zuvor, unter anderem dank der Einführung eines Knieairbags für den Fahrer. Zur Serienausstattung gehörten eine Klimaanlage, verstellbare Rücksitze und eine neue elektrische Servolenkung. Bei bestimmten Ausstattungsvarianten konnten sich die Kunden für ein neues Multimodus-Getriebe entscheiden, bei dem die Gangwahl manuell über Schaltwippen erfolgt.
Im Jahr 2010 brachte Toyota das Fliessheckmodell Auris Hybrid auf den Markt, das erste Toyota-Hybridfahrzeug, das in Europa in Serie gefertigt wurde. Das von Toyota Motor Manufacturing UK gebaute Modell führte Toyotas leisen, kultivierten und hocheffizienten Antriebsstrang im Herzen des europäischen Automobilmarktes ein und legte den Grundstein für die Einführung von Hybridantrieben in der gesamten Toyota-Modellpalette.
Elfte Generation: 2013 – 2018
Der Corolla, der in Europa unter dem Namen Auris bekannt ist, ging mit einer kompletten Neugestaltung in seine elfte Generation über. Im Mittelpunkt der Entwicklung stand die Optimierung der Fahrdynamik durch ein verbessertes Gewichtsmanagement und eine optimierte Fahrwerksabstimmung, um ein Fahrzeug zu schaffen, das dem Fahrer ein noch intensiveres Fahrgefühl vermittelt. Die neue Modellreihe, die in erster Linie in Europa für europäische Kunden entwickelt wurde, umfasste zum ersten Mal seit der achten Corolla-Generation wieder einen Kombi – den Touring Sports.
Zur Auswahl standen Vollhybrid-, Diesel- und Benzinmotoren. Erneut konnten der Kraftstoffverbrauch und die Emissionswerte durch Motoroptimierung, Gewichtsreduzierung und aerodynamische Verbesserungen gesenkt werden. Der neue Hybrid erreichte klassenbeste CO₂-Werte von nur 87 g/km. Der Auris fand auch seinen Weg in die USA, wo er als Scion iM (später als Corolla M) vermarktet wurde und durch ein tiefergelegtes Fahrwerk sowie ein komplettes Karosserie-Kit ein ausgeprägtes Sportprofil erhielt.
Zwölfte Generation: 2019 bis heute
Die 12. Generation des Corolla wurde als Hatchback, Touring Sports und Limousine auf den Markt gebracht und werden weiterhin in Grossbritannien und der Türkei produziert. Der auf der C-Plattform der «Toyota New Global Architecture» (TNGA) basierende Corolla profitierte von einem niedrigeren Schwerpunkt und einer höheren Karosseriesteifigkeit, wodurch sich die Agilität, das Ansprechverhalten und der Fahrkomfort deutlich verbesserten. Zudem wurde eine neue Dual-Hybrid-Strategie eingeführt, die den Kunden der Modelle Hatchback und Touring Sports die Wahl zwischen 1,8- und 2,0-Liter-Hybridsystemen bietet, je nachdem, ob sie Wert auf optimale Effizienz oder höhere Leistung legen. Seit seiner Markteinführung war dieser Corolla in Europa ausschliesslich als Hybridmodell erhältlich.
Das Styling-Programm verlieh dem Fliessheck und dem Touring Sports ein dynamischeres Erscheinungsbild, während die Limousine einen repräsentativeren Look erhielt. Dies war der erste Corolla, der in der Ausstattungsvariante «GR Sport» angeboten wurde, die dem Fahrzeug einen markanteren sportlichen Look verleiht, inspiriert von GAZOO Racing, Toyotas internationaler Motorsportabteilung, die zahlreiche Meisterschaften gewonnen hat. Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2019 hat sich die europäische Corolla-Familie um den SUV Corolla Cross erweitert.
DER COROLLA AE86: DAS AUTO FÜR FAHRER, DAS ZU EINER KULTIGEN IKONE WURDE
Gilt als erschwingliches und äusserst belohnendes Fahrerauto
Klassische Anordnung mit Frontmotor und Hinterradantrieb, mit einem hochdrehenden 1,6-Liter-Mehrventilmotor
Die «Hachi-Roku»-Legende lebt durch die Anime- und Manga-Serie «Initial D» in der Popkultur weiter
Unter den Hunderten verschiedener Corolla-Modelle, die in den letzten 60 Jahren produziert wurden, sticht der AE86 als ein Modell hervor, das als aussergewöhnliches Fahrerauto gilt. Darüber hinaus hat sich sein Ruhm durch seine Darstellung in der Anime- und Manga-Serie «Initial D» über die Automobilwelt hinaus verbreitet und ihm den Status einer modernen japanischen Kulturikone verliehen.
Das Modell gehörte zur fünften Generation der Corolla-Baureihe von 1983 bis 1987 und wurde in den Sport-Liftback-Varianten Levin und Trueno sowie als Notchback-Coupé angeboten. In Europa wurde er als Corolla GT und GTi vermarktet. Das schnittige, keilförmige Design des Autos, die niedrige Sitzposition und das spielerische Fahrverhalten machten es zu einem grossen Erfolg.
Der AE86 verfügte über die klassische Sportwagenkonfiguration mit Frontmotor und Hinterradantrieb, wog weniger als eine Tonne und hatte eine ideale Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Sein 1,6-Liter-Reihenvierzylinder-Motor vom Typ 4A-GE mit zwei obenliegenden Nockenwellen war mit einer elektronischen Kraftstoffeinspritzung ausgestattet und leistete maximal 130 DIN-PS sowie ein Drehmoment von 149 Nm. Dieser hochdrehende Motor beschleunigte das Auto in rund 8,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, wobei die Beschleunigung von einem rauen Auspuffgeräusch begleitet wurde. Servounterstützte, belüftete Scheibenbremsen sorgten für eine der Geschwindigkeit angemessene Bremsleistung; ein Sperrdifferenzial war als Option erhältlich.
Es überrascht nicht, dass sich der AE86 im Motorsport sowohl bei Rallyes als auch auf der Rennstrecke als äusserst leistungsfähiges Fahrzeug erwies. Ausserdem wurde es zu einem Vorzeigemodell in der Welt der Drift-Wettkämpfe. Sein Ruf wurde durch seinen Auftritt in der Serie «Initial D» aus dem Jahr 1995 weiter gestärkt, in der die Hauptfigur einen AE86 tagsüber als Tofu-Lieferwagen und nachts als Drift-Auto fuhr.
Die Bedeutung von AE86 und Hachi-Roku
AE86 ist eine Toyota-Typenbezeichnung: «A» steht für die Motorenreihe und «E86» für die Modellvariante innerhalb der achten Generation der Corolla-Baureihe. In Japan wurde das Auto einfach als «Hachi-Roku» (86) bekannt – der Beginn einer Modellbezeichnung für Toyota-Sportwagen, die mehr als drei Jahrzehnte später mit der Einführung der Coupés GT86 und GR86 wiederbelebt wurde.
Der AE86 heute
In Anerkennung der anhaltenden Bedeutung und Beliebtheit des AE86 stellt GAZOO Racing Nachbildungen historischer Ersatzteile her, damit Besitzer ihre Fahrzeuge weiterhin auf der Strasse halten können – darunter Antriebswellen, Differentiale und Zylinderblöcke.
Vierzig Jahre nach der Markteinführung des Originalmodells präsentierte GAZOO Racing auf dem Tokyo Auto Salon 2023 radikale technische Weiterentwicklungen des ursprünglichen Coupés. Im Rahmen des «AE86 Carbon Neutral Project» wurden zwei Coupés mit neuen Antriebssträngen ausgestattet: das «AE86 H2 Concept» mit einem Wasserstoff-Verbrennungsmotor und das «AE86 BEV Concept» mit einem batterieelektrischen Antrieb und Schaltgetriebe. Damit wurde gezeigt, wie neue emissionsfreie Technologien integriert werden können, ohne dabei auf das traditionelle Fahrvergnügen zu verzichten.
VON DER AUTOBAHN ZUR RALLYE-ETAPPE UND ZUR RENNSTRECKE: COROLLA IM MOTORSPORT
Erfolge bei Rennen und Rallyes, die zu Meisterschaftstiteln führten
Mit dem Corolla sichert sich Toyota den Konstrukteurs-Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft 1999
Toyota setzt den Corolla bei japanischen Langstreckenrennen ein, um neue Technologien für Wasserstoff-Verbrennungsmotoren zu testen
Obwohl der Corolla nicht als Sportmodell definiert ist, konnte er im Motorsport auf internationaler Ebene Erfolge verbuchen, vor allem mit dem Toyota Team Europe (TTE) unter der Leitung der schwedischen Rallye-Legende Ove Andersson.
Vor der Gründung von TTE im Jahr 1975 war es ein Corolla, der Toyotas ersten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) errang. Ein Corolla der zweiten Generation, der auf dem strassentauglichen Modell 1600 SR basierte, nahm an der «Press-on-Regardless»-Rallye in den USA teil und gewann sie.
Ein von TTE eingesetzter Corolla feierte 1975 erste Erfolge bei lokalen europäischen Veranstaltungen, bevor er bei der «1.000-Seen-Rallye», dem Vorläufer der heutigen Rallye Finnland, den ersten WRC-Sieg des Teams errang. Das Siegerfahrzeug war ein 1,6-Liter-Corolla Levin, der von Hannu Mikkola gefahren wurde, der sich in einem engen Kampf gegen Konkurrenten von Ford und Saab durchsetzen konnte.
Die internationalen Motorsportvorschriften schränkten das Potenzial des Corolla als WRC-Wettbewerber ein, sodass es die nachfolgenden Celica-Modelle waren, die Erfolge feierten. Ein Wendepunkt kam 1997, als neue Regeln es den Teams erlaubten, Motoren einzubauen, die nicht in den Serienversionen ihrer Fahrzeuge zum Einsatz kamen. So war der europäische Corolla AE111 mit einem 2,0-Liter-Motor ausgestattet und gewann 1998 drei Rennen sowie 1999 den WRC-Konstrukteurs-Titel für Toyota.
Auch als Rennwagen hat der Corolla seine Qualität unter Beweis gestellt und an nationalen, europäischen und weltweiten Tourenwagen-Meisterschaften teilgenommen. Insbesondere gewann der Corolla AE86 (GT) 1986 und 1987 zwei Mal in Folge die Meisterschaft in der British Touring Car Championship (BTCC). Ein aktuelles Corolla-Modell nimmt seit 2019 an der BTCC teil.
Seit 2021 treten Toyota und ROOKIE Racing mit einem wasserstoffbetriebenen GR Corolla H2 Concept in der japanischen Langstreckenrennserie «Super Taikyu» an. Der Wettbewerb unterstützt Toyota bei der Entwicklung einer Wasserstoff-Verbrennungsmotortechnologie, mit der sich die traditionellen Motorklänge, die Leistung und das Fahrerlebnis von Hochleistungsmotoren bei nahezu null CO₂-Emissionen bewahren lassen.
EIN WICHTIGES MODELL FÜR TOYOTA IN EUROPA
Wurde erstmals 1971 in Europa aus CKD-Bausätzen hergestellt
Seit 1994 wird der Corolla in Europa in vollem Umfang produziert
Toyota Motor Manufacturing UK ist das europäische Produktionszentrum für den Corolla als Fliessheck und als Touring Sports
Produktion der Corolla-Limousine durch Toyota Motor Manufacturing Turkey
Bislang wurden in Europa fast 9,5 Millionen Corolla verkauft
Europa wurde bereits in der frühen Entwicklungsphase des Corolla als wertvoller Markt erkannt, und die ersten Modelle wurden im April 1967 geliefert. Ab 1971 wurden die Fahrzeuge aus CKD-Bausätzen («Complete Knock-Down») von Toyotas Produktionspartner Caetano in Portugal hergestellt.
In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden neue Corolla-Modelle so konzipiert und konstruiert, dass sie den europäischen Fahrbedingungen und Marktvorlieben besser entsprachen. Mit der Weiterentwicklung des Corolla stiegen die Verkaufszahlen stetig an, was 1994 zur Aufnahme einer vollwertigen europäischen Produktion in der Türkei führte – ganz im Sinne der Toyota-Philosophie, Autos vor Ort in den Märkten zu produzieren, in denen sie verkauft und gefahren werden.
Dank der Investitionen von Toyota in Europa ist der Absatz des Corolla in dieser Region bis heute auf insgesamt fast 9,5 Millionen gestiegen – das entspricht etwa jedem sechsten weltweit verkauften Corolla-Modell.
Heute ist Toyota Motor Manufacturing UK (TMUK) das europäische Produktionszentrum für den Corolla Hatchback und den Touring Sports. Ausserdem produziert das Unternehmen einen lokal umgebauten Transporter – den Corolla Commercial – sowie den Hochleistungs-GR-Corolla für den Export nach Nordamerika.
Das Automobilwerk in Burnaston in Derbyshire begann 1998 mit der Produktion des Corolla in den Ausführungen als Liftback und dreitüriges Fliessheck der achten Generation und stellte ab 2001 auf die neunte Generation um. Die Produktion des Auris begann im Jahr 2007, und 2010 wurde TMUK als erstes europäisches Zentrum für die Produktion von Hybridfahrzeugen bei Toyota ausgezeichnet.
Toyota Motor Manufacturing Turkey (TMMT) begann 1994 im Werk Adapazari in Sakarya mit der Produktion der siebten Corolla-Generation und setzte die Fertigung der achten und neunten Generation (einschliesslich Kombi und Corolla Verso) sowie der elften und aktuellen Generation fort.
Derzeit konzentriert sich die Corolla-Produktion bei TMMT auf die Limousine, die neben dem Toyota C-HR hergestellt wird.
DIE COROLLA SWISS EDITION
Auch in der Schweiz ist der Corolla seit jeher eine Erfolgsgeschichte. Mit grossem Abstand ist er kumulativ der beliebteste Toyota hierzulande. Seit 1967 wurden knapp 300'000 Corolla in der Schweiz zugelassen, womit fast jeder dritte von der Toyota Schweiz AG importierte Toyota ein Corolla ist. Mit jeweils über 10'000 Verkäufen pro Jahr war der E9, die sechste Generation zwischen 1987–1992, der bisher mit Abstand beliebteste Corolla in der Schweiz. Der erfolgreichste Corolla jemals war damit der fünftürige Corolla Liftback der 6. Generation.
Den aktuellen Corolla der zwölften Generation gibt es hierzulande als Hatchback, Touring Sports und Cross. Als attraktive Swiss Edition feiern Hatchback und Touring Sports die grosse Bedeutung des Corolla für die Schweiz. Die Swiss Edition basiert auf der beliebten Ausstattungslinie Trend, wird jedoch um zahlreiche hochwertige Features ergänzt, die den Fahralltag spürbar aufwerten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Sicherheit der Insassen. So verfügt das Sondermodell serienmässig über einen Totwinkelassistenten sowie einen Querverkehrswarner hinten, die den Fahrer in unübersichtlichen Situationen unterstützen. Zusätzlich sorgt der Safe Exit Assistent dafür, dass das Aussteigen an befahrenen Strassen sicherer wird, indem er vor herannahenden Verkehrs-teilnehmern warnt. Auch technologisch präsentiert sich der Corolla Swiss Edition auf der Höhe der Zeit. Das Multimedia-System Toyota Smart Connect+ mit einem hochauflösenden 10,5-Zoll-HD-Bildschirm und integriertem Navigationssystem garantiert eine intuitive Bedienung und stets aktuelle Informationen. Für die Nutzer des Touring Sports bietet die elektrische Heckklappe mit Kick-Open-Funktion zudem ein deutliches Plus an Komfort beim Beladen.
Optisch setzt die Swiss Edition klare Akzente für einen souveränen Auftritt. Das Fahrzeug verzichtet auf die klassischen Chromteile, die stattdessen in elegantem Schwarz lackiert sind. Passend dazu sind die Sommerkompletträder ebenfalls in Schwarz gehalten, was die sportliche Silhouette des Corolla unterstreicht. Damit die Kunden für jede Witterung gerüstet sind, zählt zum Lieferumfang ein Satz 17-Zoll-Winterkompletträder, die unkompliziert über den Ersatzteilmarkt bezogen werden können. Mit diesem Gesamtpaket bietet der Corolla Swiss Edition eine erstklassige Kombination aus modernem Design und funktionalem Mehrwert für den Schweizer Markt.
TOYOTA COROLLA CONCEPT
Toyota Corolla Concept auf der Japan Mobility Show 2025 vorgestellt
Ein Konzept, das für verschiedene Antriebsvarianten ausgelegt ist
Das Design orientiert sich an den Themen «Max Vision» und «Max Space»
Die Geschichte des Corolla wird fortgesetzt: Mit der Vorstellung des Toyota Corolla Concept auf der Japan Mobility Show 2025 lotet Toyota radikale Ideen aus, wie sich das Modell in Zukunft weiterentwickeln könnte.
Bei der Vorstellung des Konzepts erklärte Koji Sato, der damalige Präsident der Toyota Motor Corporation, dass der Corolla seit jeher das perfekte Sinnbild für Toyotas menschenorientierten Fertigungsgeist – auf Japanisch «Monozukuri» – sei.
Er sagte: «Unabhängig von seinem Aussehen oder seiner Karosserieform war es immer der Corolla. Deshalb war der Corolla schon immer ‹ein Auto für jedermann›.»
Die zentralen Ideen, die der Entwicklung des Konzepts zugrunde lagen, waren «max vision» und «max space» – die Entwicklung eines Fahrzeugs, das kompakt ist und dennoch geräumig wirkt; das architektonisch anmutet und zugleich warm und wohnlich ist; das minimalistisch und dennoch voller Persönlichkeit ist, mit Elementen, die einen emotionalen Mehrwert schaffen, fast wie ein Wohnzimmer oder ein kleines Studio-Apartment. All das widerspiegelt sich in einem markanten Aussendesign mit einer grossen, stark geneigten Windschutzscheibe und einem geräumigen Innenraum mit einer niedrigen Instrumententafel.
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